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Kategori: Kamera
Welches (Sigma) Objektiv brauche ich?
Frage
Hallo,
wir haben uns eine EOS 300 D gekauft. Nun wollen wir in den Urlaub nach Norwegen fahren. Dort möchte ich die Fjorde fotografieren. Mit dem Standard Objektiv (28-55 mm) werden die Bilder wahrscheinlich nichts werden, da ich bestimmt über 2-4 km Entfernung fotografieren möche. Worauf muss ich beim Kauf achten? Was sagt mir der Brennweitenbereich? Würde für diese Entfernung ein Sigma Objektiv mit 28-200/3,5-5,6 Compact Asp. IF Makro reichen? Brauche ich ein Weitwinkel-, Tele- oder Standardzoom? Was heisst Makro?
Ich weiss, das sind viele Fragen aber ich habe wie gesagt die Kamera relativ neu und will nun lernen, damit richtige Fotos zu machen, damit sich die Anschaffung gelohnt hat.
Vielen Dank für die Antworten im voraus
Tobias
Antwortzusammenfassung
Hallo,
die Frage ist ja, was willst du genau photographieren? Son ein Fjord ist ja nun nicht gerade klein, wenn du ihn also \"komplett\" ablichten willst brauchst du wohl kein großartigen Telebereich, sondern eher das Gegenteil. Willst du hingegen Oma Else an den Klippen photographieren, dann sieht die Sache schon etwas anders aus. Wenn du beides willst, dann solltest du über zwei Objektive nachdenken, eines welches einen größeren Winkel abdeckt (also Unterhalb der 17mm des Standards), und ein vernünftiges Telezoom. Das von dir genannte ist da nicht die optimale Lösung, weil die kürzeste Brennweite von 28mm in Digital nur etwa 45mm beim 35mm-Film entspricht. Da kannst du dann fast lieber ein höherbrennweitiges Objektiv (70/75-200/300) oder ein neues \"Digitalzoom\" von 17mm an aufwärts nehmen...
_________________
Schönen Gruß
Sascha Hallo Tobias,

Du kannst mit jedem Objektiv in die Entfernung fotografieren. Es kommt darauf an, wie Du das Bild gestalten willst, d.h. wie das Verhältnis Vordergrund/Hintergrund aussehen soll. Davon hängt ab, ob Du mit einem Weitwinkel (kleine Brennweite) oder Teleobjektiv (lange Brennweite) fotografieren willst.

Ich würde empfehlen, daß Du vor dem Kauf eines weiteren Objektivs etwas mit den Begriffen Grundlagen der Fototechnik und Bildgestaltung auseinandersetzt. Sonst ist der Frust vorprogrammiert. Teleaufnahmen (Sicht wie mit einem Fernglas) neigen dazu, flau zu werden, weil der Dunst in der Luft sichtbar wird. Zusätzlich droht Gefahr durch Verwackeln (Stativ mitnehmen). Allerdings läßt sich bei der 300D ganz gut mit 400 ASA arbeiten; damit erreicht man noch Belichtungszeiten, die kurz genug sind.

Makroobjektive erlauben große Abbildungsmäßstäbe (Insekt bildfüllend). Das geht mit Zoomobjektiven, die den Zusatz \"Makro\" tragen, nur bedingt. Man könnte auch von der Vortäuschung falscher Tatsachen sprechen

Zum Einarbeiten empfehle ich folgende Links - das ist besser, denn um Deine Fragen vernünftig zu beantworten, würde der Rahmen eines Forumsbeitrags gesprengt.

http://www.fotolehrgang.de
http://www.elmar-baumann.de/fotografie/

und

http://home.datacomm.ch/fotografie/

speziell http://home.datacomm.ch/fotografie/tele/index.html

Wenn Du lieber ein Buch liest: die Fotolehrgang gibt es auch als Buch. Gut sind auch die Fotokurse (Bücher/DVD) von National Photographic; es gibt meines Wissens sogor ein spezielles Buch über Landschaftsfotografie.

Ob man mit den Superzoomobjektiven glücklich werden kann, hängt sicher auch von den Ansprüchen ab. Ich selber halte nicht so viel davon, weil sie alles können, aber nichts richtig. Es ist nicht einfach und auch nicht billig, ein gutes Teleobjektiv zu bauen.

Gruß

Rainer .... da bin ich ja in den richtigen Thread gestolpert! (weil Skandinavien-Fan)


Meine Erfahrung in Norwegen war eher die, dass meine damals zur Verfügung stehenden Brennweiten eher zu lang als zu kurz waren. Um diese Landschaften richtig einfangen zu können, ist ein Weitwinkel wohl die bessere Lösung als lange Brennweiten.

Andererseits ergeben sich auch manchmal Situationen, wo ein Tele von Nutzen sein kann: Also wirst du wohl beides brauchen können: Weitwinkel und Teleobjektiv. Aber besser nicht zu sehr in einem vereint.... .darunter leidet immer die Bildqualität.

Mit dem Standardobjektiv 18-55 bist du für den Weitwinkelbereich recht gut versorgt, wenn du weiter entferntes nah heran holen möchtest, leg dir für den Anfang ein günstige 80-200 zu. Wenn du bei diesen Objektiven die Blende weit genug schliesst (Blende 11 aufwärts), wirst du auch mit der erzielten Schärfe zufrieden sein.

Aber die wichtigste Regel lautet wohl: Mach so viele Bilder wie nur irgend möglich - die sich ergebenden Gelegenheiten lassen sich später nicht wiederholen. Und je mehr Bilder, desto grösser die Chance, dass genau DAS BILD dabei ist!

Viel Spass im Urlaub!

Hier muß ich widersprechen.

Bei Blendenöffnungen kleiner als 11 kann sich bei DSLRs mit Cropfaktor 1,6 die Beugung bemerkbar machen - die Bilder werden dadurch wieder unschärfer. Man sollte es deshalb bei Blende 11 belassen.

Ganz extrem ist dieser Effekt bei kompakten Digitalen - dort ist Blende 5,6 die Grenze, die man nicht unterschreiten sollte.

Gruß

Rainer

Hier muß ich widersprechen.

Bei Blendenöffnungen kleiner als 11 kann sich bei DSLRs mit Cropfaktor 1,6 die Beugung bemerkbar machen - die Bilder werden dadurch wieder unschärfer. Man sollte es deshalb bei Blende 11 belassen.

Ganz extrem ist dieser Effekt bei kompakten Digitalen - dort ist Blende 5,6 die Grenze, die man nicht unterschreiten sollte.
Jetzt muss ich aber schon deinem Widerspruch widersprechen.... *g*

Blende schliessen, Blende 11 aufwärts bedeutet: mindesten Blende 11 - besser 16 oder 22............

Vorsicht beim interpretieren der Blendenskala: Zahl so klein als möglich = Blende offen. Zahl so gross als möglich = Blende geschlossen!

Blende offen = viel Licht kommt in die Kamera
Blende geschlossen = wenig Licht kommt in die Kamera Danke für die Belehrung, aber die Definition der Blende ist mir bekannt. Wenn ich von \"unterschreiten\" spreche, meine ich die physikalische Blendenöffnung. In Wirklichkeit ist \"Blende 11\" ja auch nur eine abgekürzte Schreibweise. Genaugenommen müßte man Blende 1:11 schreiben, der Definition der Blende entsprechend.

Du hast vermutlich überlesen, daß ich den Effekt der Lichtbeugung an kleinen Öffnungen angesprochen habe. Dieser macht sich tatsächlich bei Blendenöffnungen kleiner als 11 (Blendenzahlen größer als 11) bemerkbar.

Man muß also einen Kompromiß finden. Mit der sich schließenden Blende vermindert sich der Einfluß der Objektivfehler und es wächst die Schärfentiefe, andereseites hat man mit der Beugungsunschärfe zu kämpfen.

Irgendwo liegt der Kompromiß, der einerseits objektivabhängig ist, andererseits auch durch das Bildformat bestimmt wird. Nicht ohne Grund hört bei den digitalen Kompaktkameras mit ihren kleinen Sensoren die Blendenskala bei 8 auf. Bei meiner Olympus C-8080 werden die Bilder aber schon bei Blenden ab 5,6 (also Blendezahlen größer als 5,6) durch den Beugungseffekt unschärfer.

Bei DSLRs mit Cropfaktor 1,6 sehe ich den kritischen Wert bei Blende 11.

Gruß

Rainer

Hi!

Mein Exkurs über Blenden und deren Wirkung sollte keine Belehrung darstellen, sondern nur den weit verbreiteten Irrtümern über Blendenzahl und Lichtmenge vorbeugen - tut mir leid, wenns falsch rübergekommen ist.

Aber dass bei digitalen ein merkbarer Beugungseffekt auftritt, ist mir noch nie aufgefallen. Auch finde ich darüber nix, so sehr ich auch suche. Ausserdem ist der Chip einer Kompaktkamera nicht mit einer DSLR zu vergleiche, zu unterschiedlich sind die Grössen. Würde es diesen Beugungseffekt (in der normalen Fotografie) tatsächlich geben, müsste ja bei analogen Kameras bei Blende 16 schluss mit scharf sein?

Aber auch das ist mir in 30 Jahren fotografieren nicht aufgefallen - aber ich wäre dir dankbar, könntest du mir ein paar Quellen nennen, wo ich mich detailliert informieren kann!

liebe grüsse
LapinKulta Inzwischen habe ich was gefunden zum Thema. Die Werte liegen aber weit jenseits von Blende 11. Der Unterschied liegt nicht zwischen \"digital\" und \"analog\". Der kritische Wert hängt vom Filmformat und vom Abbildungsmaßstab ab.

http://www.fotoline.ch/wissen/technik/foeblend.htm

Hier sind weitere Links

http://www.foto-net.de/net/objektive/licht.html
http://www.natur-makro.de/tipps-beugungsunschaerfe.htm

Da die Grenzen fließend sind, ist die Unschärfe durch Beugung natürlich nicht einfach zu erkennen. Ob in einem konkreten Fall Blende 11 oder 16 oder 22 die förderliche Blende ist, mag vom Einzelfall abhängen. Mir ging es in meiner Antwort im wesentlichen darum, daß der Bildverbesserung durch Abblenden physikalische Grenzen gesetzt sind.

Gruß

Rainer >müsste ja bei analogen Kameras bei Blende 16 schluss mit scharf sein?
Kommt drauf an welcher Film bzw. welchen CoC du annimmst.
Aber ca. f/16 ist auch das Ende der Fahnenstange in der Praxis. FIlm reagiert auf sowas allerdings anders als ein Sensor, es sticht einem nicht so immens ins Auge wenn man ein wenig über die Diffraktionsgrenze gekommen ist. Man betrachte entsprechende MFT Kurven.

Der Übergang ist übrigens recht scharf, fällt die übertragene Frequenz unter die Aufgelöste sieht man es schnell.
f/22 bringt alles um und gibt marginal mehr nutzbare Tiefenschärfe im Vergleich zum Schaden.

mfg
Farmer Hallo ich habe ein Sigma 24-135 Objecktiv achte auf die Lichtstärke ich hatte ein 3,5-5,6 ich war damit absolut nicht zufrieden die Bilder waren zu dunckel ich habe das Teill Umgetauscht . Weißt du was für eine Einstellung das beste ist zb bei Sonnen Licht und am Abend würde mich uber eine Antwort freuen Hallo ich habe eine EOS 350 D mit dem Sigma 24-135 2,8 - 4.5 Objecktiv hin und wieder sind die Bilder zu dunckel und Unscharf gerade bei Landschaftsbildern muß ich da etwas Einstellen oder was ist die beste Einstellung würde mich über eine Antwort freuen Hallo Night,

vorab: Deine eigentliche Frage ist schwer zu erkennen. Da sie nicht objektivabhängig ist, wäre es besser gewesen, wenn Du einen neuen Thread eröffnet hättest anstatt die Frage an eine Antwort anzuhängen

Unschärfe kann verschiedene Ursachen haben (Fokusfehler, Verwackler). Ohne die Bilder zu sehen und die EXIF-Daten zu kennen ist eine sinnvolle Antwort nicht möglich.

Das gleiche gilt für die \"zu dunklen\" Bilder. Ich tippe einfach mal auf Gegenlichtaufnahmen. Da versagt jede Automatik. Du mußt die Motivteile, die die bildwichtigen Details enthalten, anmessen, die Belichtungswerte speichern (Auslöser halb drücken, manueller Modus oder Speichertaste, falls die 350D eine solche Taste hat) und dann die Kamera auf den gewünschten Bildausschnitt schwenken.

Schau Dir zusätzlich die entsprechenden Kapitel über Belichtung im Fotolehrgang (Link zur Webseite in meinem anderen Beitrag hier in diesem Thread) an; dort sind sie Zusammenhänge ausführlich beschrieben. Es lohnt sich, den Lehrgang durchzuarbeiten.

Gruß

Rainer
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