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Kategori: Kamera
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| Welche SLR Kamera für Architekturphotographie |
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| Frage |
| Hallo,
benötige eine digitale SLR Kamera und passendes Objektiv für Fassadenentzerrungen. Wichtiges Kriterium für Kaufentscheidung ist ein Objektiv mit geringer Verzeichnung. In einem Geschäft wurde mir z.b. die Nikon F70 oder Canon 300D empfohlen und von Olympus generell abgeraten, im nächsten die Olympus E300 als sehr verzeichnungsarm präsentiert und als besser als Nikon oder Canon dargestellt. Bin nun etwas ratlos, tendiere aber doch zur Olympus. Da die Kamera nicht für mich privat ist, ich aber eine Kaufempfehlung abgeben muß, wäre ich froh diesbezüglich einige Meinungen zu lesen Danke, Barbara |
| Antwortzusammenfassung |
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Hallo,
Wenns nur Verzeichnungsarm sein soll ist die E300/E1 nicht schlecht, aber das Olympus System ist zumindest im Moment noch sehr eingeschränkt. Es gibt (und es ist auch nicht in Aussicht) keine Ultraschallobjektive und Bildstabilisatoren, solltest du je erweitern wollen. Denn für Archtitektur braucht man beides nicht wirklich. Wichtiger wäre, dass es keine Shift Objektive gibt welche recht nützlich sein können. Die E300 hat eine recht gute Bildqualität solange du bei der niedrigsten Empfindlichkeit bleibst, alles ab 400 ASA wird dann merklich verrauscht. Der Sucher ist kein Glanzstück, genauso das AF System aber zumindest letzteres ist bei Architektur egal. Du investierst damit halt in ein derzeit noch sehr kleines System das einige Vorteile aber auch viele Nachteile mit sich bringt. Es ist auch nicht so dass Olympus alleine am Berg der Verzeichnungslosen sitzt, es gibt sowohl von Nikon als auch Canon \"verzeichnungsfreie\" Objektive. Brauchst du die Kamera nur für Architektur ist die E300 sicher nicht ungeeignet, aber wenn damit auch mal häufiger was anderes wie z.B. Sport oder irgendwelche Veranstaltungen photographiert werden sollen wäre es zumindest nicht verkehrt den Blick auf eine D70/300D zu werfen. mfg Farem Hallo Barbara, man muß differenzieren zwischen \"stürzenden Linien\" (was Du Fassadenentzerrung nennst) und Verzeichnungen (Gerade Linien werden tonnen/Kissenförmig verzeichnet.). Gegen die stürzenden Linien (perspektivische Verzerrung) hilft nur ein sogenanntes Shiftobjektiv oder Kamera gerade halten. Um es einfach zu machen: für die E-300 gibt es ein solches Objektiv nicht. Canon hat meherer Objektive dieser für das EOS-System im Programm. Diese lassen sich nicht nur shiften, sondernauch \"tilten\", weshalb sie die Bezeichnung TS tragen. Bei Nikon kenne ich nur die beiden älteren Shift-Objektive, die an der D70 nur eingeschränkt funktionieren (Belichtungsmessung funktioniert nicht). Aaaber: Die Diskussion ist ziemlich theoretisch, weil man in Zeiten der EBV (elektronischen Bildverarbeitung) sowohl die o.g. perspektivischen Verzerrungen als auch die Verzeichnungen in der Nachbearbeitung herausrechnen kann. Das ist auch gut so, weil die üblichen Festbrennweiten, die ich für solche Zwecke empfehlen würde (24 mm, 20 mm) bei DSLRs wegen des Cropfaktors nicht mehr den gewünschten \"weiten\" Winkel bieten. Das 20er an einer DSLR bringt nicht mehr als ein 35er an der analogen SLR - nicht besonders weitwinklig also. Man muß also schon fast zwangsläufig auf Zoomobjektive ausweichen (17-40 mm, 12-24 mm, ich bin da nicht ganz auf dem Laufenden). Zoomobjektiv bedeutet aber zwangsläufig \"Verzeichnungen\" - und denen rückt man heutzutage eben per EBV zuleibe. Wie Du siehst, ist die Verzeichnungsfreiheit/Armut zunächst nicht eine Frage des Gehäuses, sondern des jeweiligen Objektivs. Bei Olympus habe ich aber im Hinterkopf, daß die Kamerasoftware einen Teil der Bildfehler intern herausrechnet - das mag der Verkäufer gemeint haben. Ob auch die Verzeichnungen herausgerechnet werden, weiß ich allerdings nicht. Für diese spezielle Frage empfehle ich www-oly-e.de mit dem speziellen Forum für das E-System. Wenn Du meine Erklärungen am Anfang nicht nachvollziehen kannst (was für einen Fotoanfänger keine Schande wäre), solltest Du m.E.die Verantwortung , eine Kaufempfehlung abzugeben, konsequent ablehnen. Sollen doch die Leute, die am Verkauf Geld verdienen, ihren Kopf dafür herhalten. Stell Dir vor, Du mußt die Entscheidung \"verteidigen\", wenn später etwas nicht so läuft, wie sich z.B. Dein Chef die Sache vorgestellt hat. Das funktioniert nur, wenn du voll inhaltlich mit Deinem Fachwissen dahinterstehst. Nur so ein Tipp aus der Rubrik \"Lebenserfahrung\" Gruß Rainer hallo, danke für die antwort! ich hab schon die verzeichnung gemeint, nicht die aufgrund der perspektive auftretenden verzerrungen. wir arbeiten mit passpunkten zur entzerrung und haben die notwendigen programme dafür, doch wenn die verzeichnung (speziell im weitwinkelbereich verrückt spielt) bekommt man einfach keinen rechten winkel wo eigentlich einer sein sollte. Vielleicht ist dann gar kein so grosser Unterschied ob Nikon, Canon oder Olympus? lg barbara >Die Diskussion ist ziemlich theoretisch, weil man in Zeiten der EBV (elektronischen Bildverarbeitung) sowohl die o.g. perspektivischen Verzerrungen als auch die Verzeichnungen in der Nachbearbeitung herausrechnen kann Nur braucht das Zeit und kostet Auflösung, das Bild muss durch die Entzerrung nachher beschnitten werden ausser man druckt gerne weisse Ecken. Zusätzlich erhöht man in einem Bereich die Auflösung aber senkt sie im Bereich der Dehnung wieder. Dass man bei den Nikon Shifts die Belichtungsmessung verliert sollte nicht extrem stören, das Haus rennt einem schon nicht weg und man arbeitet meistens sowieso mit Handbelichtungsmessern, wenn möglich mit Spot. Sollte bei keinem \"photographischen Geschäft\" fehlen, so ein Ding misst auf 1/10 Stufen genau. An Objektiven fällt mir spontan mal das Sigma 12-24 ein welches für seine äusserst geringe Verzeichnung bekannt ist. Optisch ebenfalls gut. mfg Farmer Hier mal ein Beispiel fuer Architekturfotographie mit Sigma 12-24 an einer Nikon D100. Original: http://db2.fotocommunity.de/picserver/pic/74/2076274.jpg Entzerrt: http://www.fotocommunity.de/pc/pc/mypics/455209/display/2077130 Nicht wundern: das Korn ist vergroebert und farblich entsaettigt. Die Entzerrung wurde mit PhotoShop CS vorgenommen. So long, D. |
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