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Kategori: Kamera
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| Frage |
| Hallo,
ich habe angefangen mir eine Fotoaurüstung so pö-a-pö zu zulegen. Bis jetzt besteht diese aus: 1x Canon EOS 350D 1x Canon EF55 1x 3D Stativ 1x 4GB MicroDrive 2x Akku 1x Skylightfilter 1x UV Filter 1x POL Filter 1x Tasche für Kamera und Stativ Ich denke das ist schon ne ganze Menge. Weiss jemand aus Erfahrung, auf was es sich lohnt als nächstes zu sparen? Mal ganz abgesehen von noch einem Objektiv. Gruss Karsten |
| Antwortzusammenfassung |
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Hallo Karsten,
Dein Fotohändler ist ein Verkaufsgenie. Skylightfilter und UV-Filter waren nämlich eine überflüssige Ausgabe. Keine Wirkung außer Verschlechterung der Bildqualität. Wechsele den Fotohändler, wenn er Dir das Zeugs empfohlen hat. Kannst Du es noch zurückgeben und gegen eine Streulichtblende für das 18-55 in Zahlung geben? Die macht nämlich Sinn. Polfilter ist ok, macht allerdings bei einem Objektiv, dessen Frontlinse sich beim Fokussieren mitdreht, wenig Freude, da die Wirkung des Polfilters vom Drehwinkel abhängig ist. Man muß den Filter nach jeder Fokussierung neu einstellen. Ob das Stativ etwas taugt, vermag ich nicht zu sagen. Welcher Hersteller, welcher Typ genau? Was Du als nächstes brauchst, wirst Du beim Fotografieren feststellen. Spontan fällt mir ein externes Blitzgerät ein. Wenn ich nicht viel schleppen will, nehme ich gerne ein Einbeinstativ statt des Dreibeins mit. Objektivempfehlungen gibt es schon einige im Forum. Vielleicht ist ja etwas für Deine Vorlieben dabei. Gruß Rainer Hallo Rainer, UV und Sky babs für unter 20?, von daher im Vergleich zur Kamera zu vernachlässigen. Mit dem Stativ hatte ich bis dato gute Erfahrung, da es sehr leicht ist und wirklich stabil steht ( auch bei ca. 165cm Höhe im Vollauszug, wenn mans braucht). Von der mitdrehenden Frontlinse wusste ich auch vorher, aber halt alles pö-a-pö. Über den Skyfilter hab ich auch schon andere Meinungen gehört, naja ist ja auch egal, zumindest bei dem Preis. Wieso sollte dieser die Bildqualität verschlechtern? Für Tips bin ich immer dankbar. Gegenfrage: welchen Nutzwert soll ein UV- bzw. Skylightfilter haben? Fotografierst Du freiwillig durch eine Fensterscheibe, wenn das Fenster auch zu öffenen geht? Erstens sind die Sensoren von Digitalkameras im UV-Bereich so gut wie nicht empfindlich und außerdem resorbiert das Glas der Objektivlinsen das UV-Licht, daß hinten kaum noch etwas ankommt. UV-Filter waren sinnvoll an alten Objektiven mit 2 oder drei Linsen zu einer Zeit, als das Filmmaterial noch keinen UV-Lichtschutz hatte. Da der Fotohandel mit ganz schlechten Margen arbeitet, pflegt er gerne die alten Traditionen, obwohl sie, wie viele Traditionen, keinen praktischen Wert mehr haben. Skylightfilter sind leicht rosa getönt und dienen dazu, beim Diafilm den Blaustich bei heller Mittagssonne zu dämpfen. In der Digitaltechnik erledigt man das mit dem Weißabgleich. Jede Glasfläche vor dem Objektiv verschlechtert die Bildqualität, weil an jeder Glas/Luftfläche Reflektionen entstehen. Wenn man einen Filter nicht vermeiden kann, sollte er eine hochwertige Vergütung haben und exakt plangeschliffen sein. Solche Filter gibt es nicht für 20 Euro im Zweierpack. Zum Nachdenken ein Link: http://www.luminous-landscape.com/columns/sm-feb-05.shtml Es sind auch Fälle bekannt, in denen ein billiger Filter den Autofokus irritiert hat. Gruß Rainer Ergänzung: im parallelen Filterthread hat Jürgen noch einen Beitrag angefügt, in dem er einen zurückliegenden Thread zum gleichen Thema verlinkt. Dort gibt es noch weitere Links zum Thema UV-Filter (mit Beweisfotos). Zu den UV Filtern: Man darf sich natürlich nicht irgendwelchen billig-Ramsch kaufen sondern B&W oder z.B. von Hoya die Pro 1 Serie. Zumindest kann ich damit weder an meiner 5D oder D2X bei 200% Ansicht auch nur irgendwas an Verschlechterung sehen. Kameras mit höherer Auflösung werden natürlich eine verminderte MTF aufzeigen nur gibt es zur Zeit keine DSLR für KB Optiken die einen dichter gepackten Sensor hätte. Wenn das Filterglas (meistens durch zu schnelle Abkühlung) Spannungen hat dann kann es auch AF Fehler verursachen was man aber leicht merken sollte. Wenn man in der Nacht Strassenlampen vor sehr dunklem Hintergrund photographiert wird man natürlich Reflexionen sehen, aber in diesen Situationen kann man den Filter auch einfach abschrauben. Ein Kratzer in der Frontlinse ist neben teuer auch noch unnötig, man glaubt garnicht wie schnell sowas passieren kann. Noch dazu kommen auch Dinge wie Rauch, Fingerfett und Spucketröpfchen auf die Vergütung tut alles nicht sonderlich gut. Was speziell beim Einsatz unter Kunstlicht Sinn macht ist statt einem UV Filter ein 468 UV/IR-Cut von B&W. Wenn die Kamera wie z.B. meine D2H noch besonders empfindlich auf UV Licht ist wird man statt den dunkelvioletten Stoffen sogar richtig schwarze bekommen. Die Nachtaufnahmen sind natürlich ein Extrembeispiel. Die schlechte Wirkung von Filtern ist nicht immer so offensichtlich. In den meisten Fällen wird es darauf hinauslaufen, daß das Bild mit Filter eine Nuance flauer ist als die Version ohne - abhängig von den Kontrastverhältnissen im Bild. Das erinnert mich an einen Fernsehwerbespot: \"für mich das zweitbeste Steak.....\" Deshalb meine ich, daß jedes Objektiv, insbesondere die teurern, einen ungehinderten Durchblick verdienen. Da jagen die Hobbyfotografen allen Reviews und Vergleichstests hinterher, um das beste Objektiv zu ermitteln und kleben sich dann einen Filter davor - völlig unverständlich. Rauch und Spucke, sabbernde Hundeschnauzen und fettige Finger sind natürlich eine für Fotografen widrige Umgebung. In der Tat sieht man bei den meisten Pressereportern Objektive mit UV-Filter (UND Streulichtblende). Deren Anspruch an das Bild ist aber auch ein anderer als der eines Landschafts- oder Makrofotografen. Kratzerphobikern, die mit den gerade aufgezählten Schadstoffen nicht so vielzu tun haben, empfehle ich die Streulichtblende als die bessere Schutzmaßnahme. Die ist bei mir IMMER drauf und hat tasächlich schon die ein oder andere Frontlinse gerettet. Durch ihre Elastizität dämpft sie auch hartere Stöße, was ein Vorsatzfilter nicht kann. In Situationen, wo ich mir einen Filtereinsatz als sinnvoll vorstellen könnte (Salzwassergischt, Flugsand), sollte man aber auch an den Rest des Objektivs und die Kamera denken. weil diese in der Regel nicht staub- und wasserdicht sind. Gruß Rainer Hat bei mir nicht geholfen, wobei die Gegenlichtblende trotz Verkürzung noch etwas grösser als der Durchschnitt dimensioniert ist konnte sie die Frontlinse meines AF-S 500 f/4 nicht retten sodass diese jetzt ein kleinstes Stückchen Glas weniger hat. Ist ebenfalls ein Extrembeispiel da das ganze beim Motorcross war. Aber die Optik hat leider kein Filtergewinde mehr, also ist's eh egal. Bei anderen Objektiven haben mir trotz Gegenlichtblende die ich immer verwende die UV Filter schon mindestens einmal die Frontlinse gerettet. Ich weiss nicht was für dich teuer ist, aber zumindest beim 17-55 DX, 85 f1,4 und 70-200 VR sind an einer D2X durch einen UV-Filter genau garkeine negativen Effekte zu bemerken wenn nicht gerade die Sonne im Bild ist. Bei vielen modernen Zooms ist in Punkto Kontrast/Reflexionen bei Gegenlicht der Filter auch schon egal. |
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